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Melodien im Mondzenith
 
Die Trostlosigkeit meiner Seele
 
Ein Trauerspiel
 
Gesang der Klinge
 
Media Vite In Morte Sumus
(Mitten im Leben sind wir im Tode)
 
Mondtanz
 
Nachtblume
 
Schattenwelt
 
Schöne kranke Welt
 
Tanz der Tränen
 
Trauerspiel
 
Weltschmerz
 
Seelenfriedhof

~~~

Copyright by Silverblade



Melodien im Mondzenith

Sanfte Geigenklänge setzen ein,
bei Kerzenschein und Wein,
am versammelten Hof.

Ein Fest,
zu ehren der alten Götter,
mit Freude , Speiß und Trank,
tanzt das junge Mädchen im Rosengarten.

Der Mond erhellt den sanften Abendstern,
dort wäre es gern,
das junge Mädchen,
beim Stern der Hoffnung und Trauer.

Bunte Lichter umspielen ihren jungen Leib,
auf dem Altar der Freiheit zum liegen gekommen,
verwöhnt sie ein kalter Herbstwind,
umspielt ihr Haar wie ein kleines Kind.

Bis die Morgenröte erwärmt ihr kleines Herz,
nahm ihr allen Schmerz,
nur Hoffnung und Freude,
kennzeichnen ihr Lachen.




Die Trostlosigkeit meiner Seele

Zu viele offene Fragen,
kein Versuch mich zu verstehen.
Hass auf meine Gedanken.
Nicht mehr wissen, was man tut.
Falsches Leben.

Augen die hassen,
Lügen die mich einsam machen.
Das Mittel zum Zweck sein.
Verblühte Freundschaft.

Menschen nicht mehr lachen sehen,
geschenktes Glück,
geballte Wut,
stumme Schreie,
Traurigkeit,
gefangene Träume.

Alleine sein,
stumme Tränen,
bedeutungslose Blicke,
ungewollter Trost.

Sich selbst vergessen,
die wenige Zeit die uns noch bleibt,
dem Tode in die Augen sehen.



Ein Trauerspiel

Der Vorhang erhebt sich leise,
ein Räuspern geht durch die Reihen,
aus Beifallgesängen erscheinen die Akteure.
Der Schauspiels Pracht blendet die Anwesenden.

Doch was war das?

Ein Wesen, engelsgleich, bricht zusammen.
Die Flügel zerfetzt,
Blut ziert ihr Kleid,
ohne Worte,
Sarkasmus und Bestürzung macht sich breit.

Den Betrachtern der Vorführung gleitet alles Leben aus den Gesichtern.
...Stille...
Stille macht sich breit.
...Aus...

Der Vorhang senkt sich rasch,
heulende Mimen verlassen den Saal.
Wie Marionetten gesteuert, geht ein Jeder leise in die Nacht.

Des Engels Leib liegt verlassen auf der Bühne des Lebens.
...Aus...

Des Trauerspiels Leiter,
lacht heiter über das todesgedrängte Engelswesen.
Schluchzende Zeraphinen beweinen die Sphäre der Zeit.
Das Opfer des Engels war umsonst.
Das Trauerspiel, Mensch genannt, wird sich fortsetzen,
bis es keine Engel mehr gibt und die Welt dem Abgrunde nahe ist.



Gesang der Klinge

Tanzend wandert die Klinge über das kalte Fleisch,
der Schmerz brennt heiß,
Tränen, süß wie Blut, fließen über meine Wange,
zitternd, kauernd in der Ecke sitzend ist mit bange,
von dieser kranken Welt an den Rand des Wahnsinns getrieben,
hab ich diese Zeilen geschrieben.

Die Klinge befreit allen Schmerz,
doch erwärmt es nicht mein kaltes Herz,
mit leeren Augen durch diese Welt wandernd,
hat die Klinge tiefe Wunden in das Fleisch geschlagen.

Narben, die stummen Zeugen von Trostlosigkeit

In jedem Moment der Trauer hör ich den Gesang der Klinge,

Ich wünschte, dass es ohne ginge.



Media Vite In Morte Sumus
(Mitten im Leben sind wir im Tode)


Blutüberströmt in diese kalte Welt geworfen,
in die Welt gestoßenes Fruchtwasser.
Die Augen offen und leer,
sind so schwarz wie Teer.

Gab keinen Laut von sich der kleine Leib,
in düsteren Visionen erlebt er das Leid.
Der Fötus mit dem Blick so leer,
begibt sich auf eine Reise ohne Wiederkehr.

Gefühle kennt er nicht,
genausowenig das Licht.
Vom Mutterleib verstoßen worden,
gibt es für ihn kein Morgen.

Die Zukunft nie gekannt,
wurde er vom Hass der Mutter verbrannt.
Eine Träne rinnt hernieder,
trifft auf die verkohlten Glieder.

Ohne zurückzublicken geht sie fort,
an einen fremden Ort.
Der tote Leib bleibt zurück im Regen,
ohne ein regen.



Mondtanz

Sanft ertönen die Geigen,
sanfte Töne brechen das Schweigen.
Himmelschöre erschallen,
aller Schmerz soll verschallen.

Aus den sanften Spären des Zwielichts erwacht
der Mond in seiner ganzen Pracht.
Lebenssplitter zusammen gefügt in einem Tanz,
Lichter und Schatten strahlen in vollem Glanz.

Sanfte Winde umhüllen das Schauspiel,
bis zum Zenith der Nacht,
wo der Mond erstrahlt im sanften Kerzenschein,
ach, könnt ich doch dabei sein.



Nachtblume


Auf eisigen Federn erwacht
eine Blume der Nacht.
Blühen wird sie in der Dunkelheit,
unabhängig von Raum und Zeit.

Sonnenstrahlen treffen ihre Blüte,
Nebel umspült ihr Wurzelwerk,
Zum leben braucht sie ein reines Herz,
frei von Schmerz,
frei von Hass.

Eine treue Seele wird sie öffnen.
Auf ihren Blättern tanzt ein Tautröpfchen.
wird sie ihre Liebe finden,
oder muss sie sich weiter schinden?

Wird sie ihren Engel entdecken,
braucht sie sich nicht mehr verstecken?

Jene Antwort ist ungewiss.



Schattenwelt

Land,
umhüllt von Neben, dunkelheit,
weit und breit,
Krähen fliegen über Felder,
verschwinden
in schwarzer Schönheit.

Nacht,
Braut der Schatten,
Schmerz
der bittersüßen Liebe,
berührt
das weinende Herz.



Schöne kranke Welt

Graue Straßen,
kalte Häuser,
Gleichgültigkeit in den Augen der Menschen,
Vertrauen und Nächstenliebe ausgelöscht.

Mit Blut behaftete Seelen laufen frei herum,
Vergewaltiger und Mörder freigesprochen von der Justiz,
wie gefühlsleere Zombies vegetieren die Menschen vor sich hin.

Keiner will es sehen,
keiner will etwas verändern,
alle nehmen es hin.

Kinder verschwinden, werden vergewaltigt und ermordet,
aber nichts ändert sich an der Gesetzeshärte.
Müssen immer Menschen sterben, damit was geschieht?
Leider ja.

Keiner traut sich die Wahrheit zu sagen,
führen Kriege für Öl und Geld,
Terror durchzieht Mutter Erde,
bis die Felder vom Blut getränkt sind!!!

Bis auch der letzte Fune Hoffnung erloschen ist,
doch was kommt danach?
Eine Welt, welche in Trümmern liegt,
eine Welt ohne Emotionen.

Ist es das, was die Menschheit will?
Müssen erst alle alles verlieren,
müssen unsere Kinder unsere Sünden und Fehler ausbaden und richten?
Wollen wir unseren Kindern eine Welt aus Trümmern und Tod hinterlassen?

Ich glaube nicht,
aber etwas zu ändern traut sich keiner.
Alle frönen der Gier,
alle wollen Macht besitzen.

Doch die jenigen, die nicht besitzen, wissen, was es heißt zu leben,
sie wissen das was Mutter Erde gibt zum Leben zu schätzen.
Was bedeutet schon ein Leben in dieser schönen kranken Welt?

Jeder sollte sich Gedanken machen,
jeder sollte für sich selbst entscheiden,
ob er diese Welt weiter zerstören will,
oder allen Mut zusammen nimmt und
etwas verändern will.

Aber entscheidet selbst!!!



Tanz der Tränen

In einem Ballsaal aus Gebeinen
versammelt sich das Volk,
aufrecht wie Pfaue.

Ein junges Paar steht am Rande des Geschehens,
ausgeschlosssen vom Rest des Publikums.
...Die Musik ertönt...

Wie ein Gewitter ertönen die Pauken und Posaunen,
das Volk fängt an zu tanzen,
herum zu huren und dem Alkohol zu frönen.

Doch das junge Paar rührt sich nicht,
sie stehen weiter einsam am Rande des Geschehens.
Plötzlich stürzt einer der Gäste zu Boden,
aus seinem Leibe quoll das Lebenselixier.

Auf einmal fängt das junge Paar an, zu tanzen,
tanzen um den toten Leib herum,
es floss eine Träne.

Es starben weitere Seelen in dieser Nacht!
Mit jedem verblichenem Leib floss eine Träne mehr.
Das junge Paar, mittlerweile von Blut getränkt,
tanzt weiter und weiter.

Mit jeder verstorbenen Seele erhöhen sie den Takt,
bis sie vor Erschöpfung zusammenbrechen.
Blut sickert aus seinen Augen.

Zum Abschied küsste sie ihn auf die Wange,
eine letzte Träne rinnt hinab,
sie setzt den Tanz alleine fort,
bis in alle Ewigkeit.

Vergaß alles um sich herum das junge Weib,
bis auf die Zeit,
denn sie erinnert das junge Ding,
an ihren Liebsten, dessen Zeit schon lange vergangen.



Trauerspiel

...Im Zenith der Nacht...
...wurde es umgebracht...
...Des Teufels Attentat...
...gestand die Tat...

...Eine Seele rein und unschuldig...
...hat gewartet geduldig...
...auf einem Engelsschutz...
...hat des Teufels Advokat die Chance genutzt...

...Er riss sie aus dem Leben...
wollte diese unschuldige Seele an sich nehmen...
...sie zu einem Werkzeug machen...
...Doch was war das?...

...Die Stille zerrissen von einem fürchterlichen Lachen...
...eine Säule aus Wärme und Licht...
...erstrahlt das dunkle Degicht...

...Mit Flügeln weiß wie Schnee...
...erscheint ein Engel...
...Er kam zu richten den Seelenmörder...
...Es entfachte sich ein Kampf der Gewalten...
...zu einem Wesen verschmolzen die Gestalten...
...Aus...


...Ein blutgetränkter Vorhang rast herab...
...ein Wispern durchzieht die Sphären...
...Mensch...
...nennt sich dieses Trauerspiel...



Weltschmerz

Kalte Augen, kaltes Herz.
Tiefe Wunden, tiefer Schmerz.
Die Narben, ob alt, ob neu, stellen stumme Schreie dar,
zugefügt in der Nacht, wo der Himmel klar.

Allein gelassen und verachtet,
die Welt mit traurigen Augen betrachtet,
vegetiere ich durchs Leben,
habe keine Kraft mehr zu geben.

Mein Hass auf die Menschheit wird immer stärker,
das Leben macht mich immer härter.
Schreie meine Seele mit Hass heraus,
doch folgen keine Taten draus.



Seelenfriedhof

Nebelumhüllte Gräber,
krächzende Raben,
Die Boten des Todes,
jemseits des Moores.

Jene Grüfte von Kindesleibern bedeckt,
die Reiter der Apokalypse geweckt,
seelenlose Engel des Todes.

Unschuldige niedergemetzelt,
ihre Leiber geschändet,
in Erdgruben geworfen und mit Lehm bedeckt,
keine Lösung in Sicht.

Verdammt zum Leben auf diesem gottlosen Acker,
genannt der Seelenfriedhof,
bis in alle Ewigkeiten.








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