

Melancholie vor dem Tod
Losgelöst von allem, was mich bindet,
schöner Winter,
wart ich bis die Nacht mich wieder findet.
Wie ich da ins Bett der Finsternis sank,
aufgewühlt in diesen letzten Tagen.
Nun ist des Lebens süßer Überfluss vorbei
und aus des Todes herben Bruderkuss
fließt das Blut in Strömen aus den Wunden.
Nun werde ich diese Welt verlassen.
Meine Sorgen vergessen,
meinen Kummer zurücklassen.
Ich verabschiede mich von meinem Leben voll Leid.
Doch nun ist es Zeit.
Tod.
Es war einmal
Einmal ist das Leben aus,
einmal ist zu End das ganze.
Ob der Stein, den man dir setzt,
breit oder schmal ist,
ist zuletzt nicht mehr wichtig,
ob du im Leben glücklich warst oder nicht.
Egal, ob du arm oder reich warst,
egal, was nützt es dir,
du bist nun Staub.
Dein Leben, das du lebtest,
mit all den Höhen und Tiefen,
mit all den langen Tagen
und noch längeren Nächten.
Du wirst es nie mehr leben,
denn es war einmal.
Novemberregen
Es ist November,
auch in mir,
es weht ein eisiger Wind,
wenn ich einsam am Grabe stehe,
eine Träne vom Augen rinnt,
wie ein kalter Novemberregen.
Ich dachte nach
über dieses und jenes
und mein Leben.
Wie ein kalten Novemberregen.
Der Tod nimmt uns alles.
Wenn ich stumm bei frostigem Hauch
an Gräbern vorüberschreite,
wie ein kalter Novemberregen.
Dann erst seh ich die Grenzen,
die Grenzen des Möglichen.
Vielleicht leben sie anderswo in Frieden.
Den Frieden, den Lebende nie finden werden,
solange sie leben.
Novemberregen für die Seele.
Die dunkle Nacht
In der dunkelsten Nacht
ist es erwacht,
das pure Grauen.
Noch kein Mensch es jemals vernommen hat.
Es kommt aus den tiefsten Abgründen
der unvorstellbaren Finsternis.
Es war schon da,
als die menschliche Rasse noch nicht existierte,
es wird auch immer sein,
bis zum bitteren Encde aller Zeit.
Es wird imemr sein,
in der dunklen Nacht.
Engel weinen nicht
Wenn der Schmerz so sehr beisst,
und es dir fast die Seele und das Herz zerreisst,
dann denke daran:
Weine nicht, es wird vergehen,
lache und versuche, selber aufzustehen,
lache nun nur einmal,
auf das Vergessen ist die ganze Qual.
Fühle dich so strahlen wie das Mondenlicht,
denn Engel weinen nicht.
Warten
Ich warte und warte, nichts passiert,
ich warte und warte, nichts fasziniert.
Traurige Gedanken, der Körper lebt, die Seele ist tot.
Der Verstand entscheidet über Gefühle in der Not.
Träume und Wünsche verschwinden im Schatten des Nichts.
Warum lache ich, wenn ich nur noch schreien und weinen will?
Warum sage ich es nicht, sondern bleibe nur still?
Ist das mein Weg, was soll ich hier?
Freudvoll und Leidvoll, gedankenlos sein.
Warten und bangen in schwebender Pein.
Himmelhoch jauchzend,
zu Tode betrübt,
glücklich allein,
ist die Seele die lebt.
Zeit zu weinen
Wenn Trauer den Körper befällt,
wenn der Schmerz den du fühlst, deinen Alltag bestimmt.
Wenn Kummer von Hass verdrängt wird
und in Wut und Aggression umschlägt.
Wenn Fäuste gegen Wände schlagen,
als ob Schmerz Schmerzen lindern könnte.
Wenn man versicht,
mit Gewalt etwas zu halten,
was schon längst verloren ist,
dann ist es Zeit zu weinen.
Rache
Die Zeit verrinnt,
ich weiß, ich bin kein Kind.
Am liebsten würde ich mich rächen
und ihnen allen ihre Knochen brechen
und sie auf ewig knechten,
ihnen Kummer und Schmerzen bereiten
und wie ein schwarzer Reiter über ihre geschundenen Körper reiten.
Doch mein einziger Trost,
ich weiß, der Tod ist ihres Lebens einziger Preis,
und irgendwann wenn ihre Zeit gekommen,
wird ihnen alles genommen.
Wenn zu Ende ist das Ganze,
ich steche noch das letzte Mal zu mit meiner Lanze,
in ihre Herzen und ich hoffe,
ich bereite euch wie ihr mir, die gleichen Schmerzen.
Darauf freue ich mich,
denn ich bereue es nicht,
und spucke euch gerne ein letztes Man ins Gesicht.
Gefühlsausbrüche
Viel zu oft habe ich verloren,
viel zu selten gesiegt,
fast alle Menschen gekannt,
so gut wie noch nie jemanden gliebt.
Zuerst noch glücklich
und dann betrübt.
Sie sagen, es sei verrückt.
Selten dauert sie nicht lang die Trauer,
sie ist meist von längerer Dauer.
Die Zeit verrinnt, die Welt die dreht sich,
doch was ich will, ich weiß es nicht.
Der Schmerz fraß sich viel zu weit in mein Herz,
drum schreibe ich jenen Vers.
Ich weiß weder ein noch aus,
ich weiß nur eines, ich muss hier raus.
Emotionen, ich lasse sie kreisen,
und schicke meine Gedanken auf Reisen.
Wie sehr sehne ich mich nach einer Klinge,
damit ich mich selbst bezwinge.
Dann seh ich fließen mein Blut,
es wird gereinigt, durch meinen Schmerz,
Trauer, und meiner Wut.
Auch sehne ich mich nach der dunklen Nacht,
denn als ihr Kind war ich einst erwacht.
Aber auch ein Kind der Dunkelheit hat nur begrenzte Zeit,
vielleicht manche auch die Ewigkeit.
Menschen sagen, ich habe ein kaltes Herz,
ich weiß,
aber Schuld war der Schmerz.















